Mit Baby und Kleinkind in der Bahn

Reisen ohne Stress - das geht!

3 / 5 Sterne


Ein Ausflug zu den Großeltern, ein Wochenendtrip oder der Besuch bei der guten Freundin, die leider viel zu weit weg wohnt: Mobil zu sein ist mit einem Baby nicht immer einfach. Es sei denn, man traut sich einfach! Dann merkt man nämlich bald: alles halb so wild. Unser Favorit ist die Bahn. Denn dort gibt es so etwas wie Kleinkindabteile. Und die sind von unschätzbarem Wert vor allem für Kinder, die gerade anfangen mobil zu werden. Denn was in den ersten Monaten noch super funktioniert – das Kind einfach im Tragesitz mitnehmen und neben sich auf den Sitz stellen und schlafen lassen – klappt irgendwann nicht mehr. Kinder wollen sich bewegen, und das tun sie auch in einem voll besetzten Zug. Ideal, wenn man ein Abteil hat, das speziell für Kinder gedacht ist – niemand beschwert sich über den Lärm, es gibt zumindest ein bisschen Bewegungsfreiheit und in der Regel befindet sich in nächster Nähe ein Abstellplatz für den Kinderwagen.

Für alle, die das gerne mal ausprobieren wollen, hier meine selbsterprobten Tipps für das Zugfahren mit Kleinkind:

  • Falls möglich, nicht zu den Stoßzeiten fahren. Also lieber entspannt am Donnerstag statt am Freitagnachmittag. Oder Montag statt Sonntagabend. Ist der Zug weniger voll, sinkt das allgemeine Stresslevel gleich um ein Vielfaches.
  • Vorab reservieren. Das kostet zwar extra, ist aber in manchen Fällen Gold wert (siehe Kinderabteil)
  • Am besten einen Kinderwagen mitnehmen, der sich auch zusammenlegen lässt. Buggys nehmen weniger Platz weg und sind handlicher zu transportieren.
  • Gut planen: Was nehme ich mit, wo genau packe ich es hin? Es hilft nichts, alles säuberlich zu verpacken und dann fünf Taschen mitzuschleppen. Also lieber die Windeln in die Handtasche, denn die muss man eh mitnehmen, wenn man im Zug unterwegs ist. Immer bedenken: Weniger ist mehr.
  • Für das Gepäck empfiehlt sich ein etwas größerer Rucksack. Der muss nicht weltreisetauglich sein, aber doch mehr fassen als ein regulärer Tagesrucksack. Ideal sind meiner Erfahrung nach Größen um die 40 Liter. Dann hat man die Hände frei für Kinderwagen, weiteres Gepäck etc.
  • Das Kind am besten zum Einsteigen in ein Tragetuch packen. Dann ist es ebenfalls „weggeräumt“. Auch während der Fahrt kann solch ein Tuch gute Dienste erweisen, beispielsweise wenn das Kind nicht einschlafen will oder man mal schnell im Bistrowagen was holen will.
  • Nicht schüchtern sein und einfach Mitreisende um Hilfe bitten, vor allem beim Ein- und Aussteigen. In der Regel sprechen einen erfahrungsgemäß auch immer viele Leute von selbst an und bieten Hilfe an.
  • Unsere Grenze fürs „Am-Stück-Fahren“ liegt bei vier bis fünf Stunden. Alles darüber ist echt anstrengend und man sollte eventuell darüber nachdenken, ob das Flugzeug nicht die bessere Wahl darstellt.

Emilia hört sich mittlerweile während unserer Fahrten auch sehr gerne Musik an. Manchmal, wenn wir alleine im Abteil sind, lassen wir das Ganze dann auch ganz gerne mal in voller Lautstärke abspielen. Das macht Laune und sorgt für Abwechslung ... und Mama und Kind kommen einigermaßen entspannt ans Ziel.

Hier unsere liebsten Songs für gute Laune unterwegs:


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