Meine Woche: Die Sache mit dem Kuchen

Zeit der Kindergartenfeste

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Fußballfeld-Kuchen
Foto: Sanella


Kommt es euch auch manchmal so vor, als ob die Zeit vor den Sommerferien mittlerweile stressiger ist, als die Vorweihnachtszeit?

Sportverein, Kindergarten und Grundschule veranstalten ihre jährlichen Sommerfeste und das heißt: ich trage mich mal wieder in Listen ein, in denen festgehalten wird, was man zu welchem Fest an Fressalien beisteuert. Dabei sollte man sich als Mama genau darüber im Klaren sein, was man mitbringt (ohne rohe Eier usw. versteht sich - ist ja warm draußen) und welcher Mitbring-Typ man ist:

Typ 1: "Obst geht immer"  - macht keine Arbeit und was übrig bleibt, können die Kinder auch gut später essen. Pragmatisch und gut - blöd nur, wenn schon andere Mamas dieses Typs einem zuvor gekommen sind.

Typ 2: "Geflügel-Wiener und Brezn" - macht auch keine Arbeit und die Kids wollen ja zwischendurch auch mal was Herzhaftes. Problem: dieser Typ trägt sich leider immer besonders schnell in die Listen ein und man muss sich was anderes überlegen.

Typ 3: "Käse-Trauben-Spießchen" - schnell gemacht, aber mein Kind rümpft die Nase. Es hat gerade mal wieder beschlossen, dass es Käse überflüssig und doof findet. Darf ich also nicht mitbringen.

Typ 4: "Gemüse-Quiche und Blätterteig-Täschchen" - da freuen sich die anwesenden Eltern, aber das eigene Kind meint "bäääh" - wieder Fehlanzeige. Wir sind also schnell wieder bei

Typ 5: "Kuchen + Muffins": Tjaha - und da wären wir beim Hauptthema. Klar kann ich einen Kuchen backen, aber wenn der Kuchen nicht mit ganz viel bunten Streuseln, Gummibärchen oder anderem Zeugs verziert ist, kann ich gleich einpacken. Und merke: Dein Kind dankt dir nicht für den "Spiegelei"-Aprikosenkuchen, wenn seine Buddies nunmal auf Schokolade stehen. Die Sache mit dem Kuchen ist nämlich nicht so simpel, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Sommer für Sommer stehen Muttis an den Kuchenbuffets der Kindergärten und weisen dezent darauf hin: "Den hab' ich übrigens gebacken". Nichts ist schlimmer, als festzustellen, dass der Kuchen, den man im Schweiße seines Angesichts in der Nacht zuvor in den Ofen geschoben hat, unangetastet bleibt. Die Arbeit soll schließlich nicht umsonst gewesen sein. Ein Alptraum: da steht er, Dein mühevoll zusammengeschustertes Werk, und auch nach 2 Stunden ist noch kein Stück heruntergeschnitten. Dabei weißt Du doch, dass der total lecker ist. Und einen unangetasteten Kuchen wieder mit nachhause zu nehmen, das geht eindeutig gegen die Mama-Ehre! Ja, ich hatte keine Gummibärchen und Smarties mehr im Haus, aber es muss doch auch mal ohne gehen, oder?

Meine Freundin Kathi riet mir neulich, ich solle gleich zu Beginn 2-3 Stücke todesmutig selber futtern. Denn: ist der Kuchen erst einmal angeschnitten, denken viele Eltern und Kinder "der muss ja super sein". Sie spricht aus Erfahrung. Wenn ich allerdings von der Arbeit mit wehenden Fahnen im Kindergarten ankomme, ist mir mehr nach Kaffee statt nach Kuchen. Das nächste Mal denke ich an die Smarties. versprochen...

Oder ich mach's wie Andrea mit dem Fußball-Kuchen. Das Rezept findet ihr HIER.

 


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