Hier gibt’s was auf die Ohren! Musik-Streaming für die Kleinen

Kind mit iPhone in der Hand

Streaming, egal ob Musik oder Video, ist absolut Trend. Die Vorteile liegen ja auch klar auf der Hand: Man hat Zugriff auf eine riesige Fülle von Material und kann ganz nach Gusto genau das auswählen, auf das man gerade Lust hat.

Und das gilt nicht nur für die neusten Chart-Hits sondern selbstverständlich auch für Kindermusik. Auch Hörspiele lassen sich mittlerweile prima streamen. Der Nachwuchs möchte heute eine Folge Benjamin Blümchen hören? Bitte sehr! Sanfte Einschlafmusik am Abend muss her? Mal gucken, welche Playlist da am besten passt.

Unsere Kinder lieben natürlich auch immer noch ihre klassischen CDs. Die lassen sich anfassen, man kann die Cover anschauen, während man hört, es ist schön, sich aus der Sammlung das herauszusuchen, auf das man gerade Lust hat. Keine Frage, das haptische Erlebnis ist etwas Tolles, auch für Kinder.

Aber: Keine CD-Sammlung der Welt reicht an die Vielfalt eines Streaming-Dienstes heran. Und für zwischendurch, besondere Musik und auch Hörspiele, die wir eben nicht auf CD haben, nutzen wir sehr gerne einen Streaming-Dienst.

Und siehe da: Die Kinder finden es auch toll, das Smartphone in der Hand zu halten, über das die App läuft, und schauen sich das Cover eben digital an. In der Zeit kann Mama dann nur leider ihr Telefon nicht benutzen. Was aber sowieso besser ist – denn eine Pause vom digitalen Leben tut uns Müttern auch mal gut. Da sitzen wir also und hören den Melodien zu oder den Abenteuern von Conni, alle gemeinsam.

Mama macht Spaß ist auch bei Spotify! Kennt ihr schon unsere tollen Playlisten dort?

Aber zunächst muss man sich mal für einen Anbieter entschieden. Es gibt eine ganze Reihe namhafter und empfehlenswerter Streaming-Dienste. Wir haben hier die wichtigsten Anbieter und Infos hier einmal für euch zusammengestellt.

Spotify

Der Klassiker.

Spotify hat vor einigen Jahren das Thema Musikstreaming groß gemacht und gilt immer noch als Marktführer. Auf dem Portal findet findet man wirklich fast alles, was das Herz begehrt. Es gibt auch eine Fülle an Kindermusik und Hörspielen. Kuratierte Playlists für unterschiedliche Genres und Stimmungen leiten durch das riesige Angebot. Man kann zudem seine eigenen Playlisten erstellen, beispielsweise mit den favorisierten Hörspielen oder anderen Usern und deren Playlisten folgen. Seit einigen Monaten gibt es auch eine Kategorie “Kinder und Familie”, in der es sowohl Hörspiele als auch spezielle Kindermusik-Playlisten gibt.

Ein Plus bei Spotify ist die sehr intuitiv und übersichtlich gestaltete Oberfläche des Portals. Sehr praktisch für unterwegs ist der Offline-Modus: In einem WLAN-Netz lädt man sich die Inhalte herunter und hat dann jederzeit Zugriff darauf, auch ohne Internetverbindung.

Kosten: In der Basis-Version kostenfrei, als Premiummitglied 9,99 Euro im Monat, Familien-Account 14,99 Euro. Wenn man Hörspiele und Hörbücher anhören möchte, kommt man um den Premium-Account nicht herum: Denn die Basis-Version erlaubt nur die Shuffle-Funktion. Das hat zur Folge, dass bei einem Hörspiel alle Sequenzen durcheinander gewirbelt werden. Was bei einer Playlist mit Dudel-Hintergrund-Musik egal ist, passt da natürlich nicht.

Deezer

Der Mehrwert-Lieferant.

Deezer gehört gemeinsam mit Spotify zu den Pionieren im Music-on-Demand-Bereich. Seit zehn Jahren kann man dort schon Musik streamen. Auch die Inhaltsfülle ist vergleichbar. Ähnlich wie bei Apple Music kann man sich hier die kuratierten Inhalte selbst durch die Auswahl favorisierter Genres und Künstler zusammenstellen. Zudem gibt es wie bei Spotify Playlists für bestimmte Stimmungen von Chillout bis Party. Kindermusik und -Hörbucher sind ebenfalls verfügbar, die Breite der Titelverfügbarkeit ähnelt jener der anderen Streaming-Portale. Auch bei Deezer gibt es eine eigene “Kids”-Kategorie, in der wiederum die Angebote nach Titel oder auch nach Alter gebündelt sind. Ingesamt ist die Kategorie noch etwas umfangreicher als beispielsweise bei Spotify bestückt. Auch Deezer bietet eine Offline-Funktion. Schöner Mehrwert: In der mobilen Version kann man sich die Songtexte anzeigen lassen.

Kosten: 9,99 im Monat. Familien-Abo 14,99 Euro. Wie wie bei Spotify gibt es eine abgespeckte, kostenlose Basisversion, bei der allerdings praktische Features wie der Offline-Modus außen vor bleiben.

Apple Music

Der Big Player.

Wer Zugang zu iTunes hat, für den ist der Zugang zu Apple Music kinderleicht. Man bucht das entsprechende Paket dazu und hat Zugriff auf die Musik, Hörspiele und Hörbücher. Auch Apple Music bietet vorsortierte, also kuratierte, Vorschläge und Listen – hier kann man sich diese selbst zusammenstellen, indem man in seinem persönlichen Bereich die Musik und Genres auswählt, die einem grundsätzlich gefällt. Das ist sehr spielerisch und macht Spaß. Außerdem hat man den Vorteil, dass man in iTunes dann alles zusammen vereint hat – auch die eigene Musik, die man via iTunes gekauft oder eingespielt hat (beispielsweise also das digitale Archiv der klassischen CD-Sammlung aus dem Regal).

Kosten: Mitgliedschaft 9,99 Euro monatlich, Familienmitgliedschaft 14,99 Euro im Monat.

Amazon Music

Der Allrounder.

Amazon bündelt seit geraumer Zeit seine Streaming-Dienste unter dem Prime-Angebot. Heißt: Wer Prime hat, hat auch Zugriff auf Video und Musik. Das klingt erst mal nicht schlecht. Die Auswahl ist auch hier ganz ordentlich, wobei nicht alle bei Amazon verfügbaren Titel auch tatsächlich Prime-fähig sind. Sucht man nach einem bestimmten Titel, wird einem immer angezeigt, wie er erhältlich ist: Kostenlos für Prime-Mitglieder, als kostenpflichtiger mp3-Download oder auch als Kauf-CD. Das ist zwar einerseits sehr praktisch, da man dann tatsächlich direkt auswählen kann, ob man den Titel oder das Album nicht doch komplett kaufen möchte (es wird dann über die persönliche Musikbibliothek auch automatisch in iTunes überspielt). Andererseits ist es ein bisschen umständlich, wenn man feststellt, dass der gewünschte Titel gar nicht Prime-fähig ist.

Außerdem ist gerade die Zahl der Hörspiel-Angebote sehr überschaubar. Um eine ähnlich große Auswahl wie bei anderen Anbietern zu haben, gibt es das „Amazon Music Unlimited“ Abo. Das kostet dann aber natürlich nochmal extra.

Ebenfalls wichtig zu wissen: Wenn man Gast eines Prime-Mitglieds ist, kann man zwar die kostenlosen Versand-Option nutzen, allerdings nicht Prime Music und Prime Video. Jedes Familienmitglied muss sich also einen eigenen kostenpflichtigen Prime-Account zulegen, wenn man unabhängig voneinander aufs Streaming zugreifen will.

Kosten: 49 Euro im Jahr für die Prime-Mitgliedschaft. Das Abo für Amazon Music Unlimited kostet 7,99 Euro für Prime Kunden und 9,99 Euro für Nicht-Prime-Kunden. Zudem gibt es ein Familienabo für 14,99 Euro.

Napster

Marke mit Vergangenheit.

Der Streaming-Dienst Napster hat mit der bekannten Musiktauschbörse der späten 90er-Jahre nur noch den Namen gemein. Heute ist Napster einer der großen weltweiten Streamingdienste und bietet wie andere Unternehmen in diesem Segment eine Fülle an Musiktiteln und Alben von Künstlern jeglicher Couleur. Auch Hörbücher und Hörspiele hat Napster im Angebot und ist damit auch im Kinderbereich breit aufgestellt. Wie andere Streamingdienste auch funktioniert Napster sowohl am Computer als auch mobil und kann in gängige Soundsysteme wie Sonos eingebunden werden. Es gibt einen Offline-Modus, Playlists und, ebenso wie bei Apple Music oder Deezer, die Möglichkeit, seine eigenen Geschmack zu definieren, indem man Genres, Künstler und Musiktitel auswählt. Nach dieser Vorauswahl stellt Napster dann die persönlichen Vorschläge für Playlists und Alben zusammen.

Kosten: Napster bietet eine Flatrate-Version, die mit 7,95 Euro im Monat günstiger ist als die der anderen Anbieter. Um den Dienst auch mobil nutzen zu können, muss man allerdings das Paket für 9,95 Euro im Monat buchen. Leider ist aktuell kein Familien-Abo möglich.

FAZIT

Die vorgestellten Dienste unterscheiden sich nur in einigen Details. Am Ende ist es eine Frage des persönliches Geschmacks: Welche Oberfläche gefällt mir am besten? Wie möchte ich keine Playlists aufbereitet haben? Was passt am besten zu anderen Diensten, die ich schon nutze (siehe beispielsweise Amazon). Welche Zusatz-Features sind mir wichtig?

Unser Tipp: Die kostenlosen Probemonate nutzen (meistens mindestens 30 Tage), um so einen Einblick in die Breite der Auswahl zu bekommen. Denn einen Streaming-Dienst muss man im Alltag nutzen – mit den Kindern, für die Kinder, für sich selbst. Erst dann bekommt man ein Gefühl dafür, ob es für einen selbst und die persönlichen Bedürfnisse passt.

 

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